Bisherige Maßnahmen & Projekte

Bereits umgesetzte Projekte in Moers
Schon vor der Erarbeitung der Biodiversitätsstrategie hat die Stadt Moers verschiedene Maßnahmen umgesetzt, um die biologische Vielfalt auf öffentlichen Grünflächen zu fördern. Einige dieser Projekte stellen wir hier beispielhaft vor:
- Blühwiesen im Stadtgebiet
- Neue Geräte für eine naturnahe Grünpflege
- Baumpflanzungen für eine grüne Zukunft
- Filder Wiesen – neue Naturflächen im Freizeitpark
- „Hummel-Pins“ – Insektenoasen sichtbar machen

Blühwiesen im Stadtgebiet
An mehreren Stellen im Stadtgebiet wurden Blumenwiesen mit regionalem Saatgut angelegt. Dazu gehören unter anderem Flächen am Jakobweg, an der Germanenstraße sowie die Staudenfläche auf dem Rathausplatz.
Auch eine reduzierte Nutzung und Pflege kann die Artenvielfalt deutlich erhöhen. Ein Beispiel ist die Wiese an der Venloer Straße / Düsseldorfer Straße. Dort wird seltener gemäht, sodass sich heimische Kräuter und Wildblumen ausbreiten können. Diese Flächen bieten Insekten wichtige Nahrungsquellen und Plätze zur Fortpflanzung.

Neue Geräte für eine naturnahe Grünpflege
Um die Pflege von Grünflächen insektenfreundlicher zu gestalten, hat die ENNI neue Mähgeräte für eine naturnahe Pflege angeschafft. Dazu gehört unter anderem ein Balkenmäher sowie passende Geräte zum Trocknen und Aufnehmen des Mähguts.
Diese Technik schont Insekten deutlich mehr als herkömmliche Mähverfahren. Dank der neuen Ausstattung konnte auf vielen Wiesen im Stadtgebiet bereits mit der Umstellung auf eine naturnahe Grünflächenpflege begonnen werden.

Baumpflanzungen für eine grüne Zukunft
Um den Baumbestand in Moers langfristig zu sichern, hat die Stadt Anfang 2023 eine Baumpflanzoffensive gestartet. Ziel ist es, bis Ende 2027 Lücken im Straßenbaumbestand durch Nachpflanzungen zu schließen.
Zusätzlich werden jedes Jahr rund 200 neue Bäume in Parks und Grünanlagen gepflanzt. Dabei kommen gezielt Baumarten zum Einsatz, die besser an die sich verändernden klimatischen Bedingungen angepasst sind – insbesondere an Hitze und längere Trockenperioden im Sommer.

Filder Wiesen – neue Naturflächen im Freizeitpark
Dort, wo heute die Filder Wiesen liegen, befanden sich früher große Sportanlagen mit Kunstrasen- und Tennenflächen. Im Zuge des Umbaus wurden zunächst die oberen Schichten der alten Sportplätze entfernt.
Auf dem freiliegenden, steinigen Untergrund siedelten sich schnell von selbst Pflanzen an, die mit trockenen und nährstoffarmen Böden gut zurechtkommen. Da sich darunter auch seltene Arten befanden, wurde entschieden, diese Bereiche teilweise zu erhalten und bewusst in die Parkgestaltung einzubeziehen.
Die Flächen dürfen sich nun weitgehend natürlich entwickeln. Lediglich junge Gehölze werden gelegentlich entfernt, damit genügend Sonnenlicht auf die Fläche fällt. Die Pflege ist so angelegt, dass auch im Winter vertrocknete Pflanzen stehen bleiben. Diese bieten vielen Insekten einen geschützten Überwinterungsort und dienen samenfressenden Vögeln als Nahrungsquelle.
Deshalb können diese Bereiche manchmal etwas wild oder ungeordnet wirken – genau das macht sie jedoch ökologisch besonders wertvoll.

„Hummel-Pins“ – Insektenoasen sichtbar machen
Im Stadtgebiet von Moers wurden in mehreren Pilotprojekten – auch mit Unterstützung engagierter Bürgerinnen und Bürger – gezielt Flächen als Insektenoasen gestaltet. Auf diesen Flächen wurden entweder neue Blühwiesen angelegt oder bestehende Grünflächen so gepflegt, dass sich eine größere Vielfalt an Pflanzen, Insekten und anderen Tierarten entwickeln kann.
Nicht immer ist auf den ersten Blick erkennbar, dass hinter einer ungemähten Wiese ein bewusstes ökologisches Konzept steckt. Um darüber zu informieren und gleichzeitig zum Mitmachen anzuregen, kennzeichnet die Stadt diese Flächen mit dem sogenannten „Hummel-Pin“.
